Feedback-Power: Heben Sie Ihre Präsentationen auf ein neues Level
Zuletzt aktualisiert: 03.02.2025
Wie Sie durch systematisches Feedback Ihre Präsentationsfähigkeiten systematisch verbessern können.

Warum Feedback der Schlüssel zu Präsentations-Excellence ist
Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie schon eine Präsentation gehalten und sich hinterher gefragt, wie sie wohl angekommen ist? Klar, ein paar höfliche “Gut gemacht!”-Kommentare gab’s vielleicht. Aber mal ehrlich, davon wird man nicht besser, oder?
Blinde Flecken zu entdecken ist entscheidend. Feedback kann Ihnen Aspekte Ihrer Präsentation aufzeigen, die Sie selbst nicht wahrnehmen. Dies können unbewusste Verhaltensweisen, unklare Formulierungen oder missverständliche visuelle Elemente sein.
Ihre Stärken auszubauen wird durch Feedback ermöglicht. Wenn Sie wissen, was besonders gut ankommt, können Sie diese Elemente gezielt in zukünftigen Präsentationen einsetzen und weiter verfeinern.
Schwächen gezielt anzugehen wird durch konstruktive Kritik erleichtert. Konkrete Verbesserungsvorschläge geben Ihnen klare Ansatzpunkte für Ihre Weiterentwicklung.
Ihr Publikum besser zu verstehen ist ein wertvoller Nebeneffekt von Feedback. Sie erfahren, wie Ihre Botschaften ankommen und können Ihre Kommunikation entsprechend anpassen. Kontinuierlich besser zu werden ist das ultimative Ziel. Regelmäßiges Feedback und dessen Umsetzung führen zu einer stetigen Verbesserung Ihrer Präsentationsfähigkeiten.
Kurz gesagt: Ohne Feedback drehen Sie sich im Kreis. Mit Feedback? Da geht die Post ab!
Die Kunst, um Feedback zu bitten
Okay, jetzt wird’s spannend. Wie holen Sie sich dieses wertvolle Feedback? Hier ein paar Profi-Tipps:
1. Timing ist alles
Bitten Sie um Feedback, solange Ihre Präsentation noch frisch im Gedächtnis ist. Idealerweise direkt im Anschluss oder spätestens am nächsten Tag.
2. Die richtigen Leute fragen
Nicht jeder eignet sich als Feedbackgeber. Suchen Sie sich Personen aus, die:
- Ehrlich sind (Ja, manchmal tut’s weh, aber es bringt Sie weiter)
- Erfahrung mit Präsentationen haben
- Ihre Zielgruppe repräsentieren
3. Gezielte Fragen stellen
“Wie fanden Sie’s?” bringt Sie nicht weiter. Stattdessen fragen Sie konkret:
- “Was war für Sie der stärkste Teil der Präsentation?”
- “An welcher Stelle haben Sie sich gelangweilt?”
- “War die Struktur für Sie nachvollziehbar?”
- “Wie empfanden Sie meine Körpersprache?“
4. Anonymität anbieten
Manche Leute trauen sich nicht, ehrliches Feedback von Angesicht zu Angesicht zu geben. Ein anonymer Fragebogen kann hier Wunder wirken.
5. Aktiv zuhören
Wenn Sie um Feedback bitten, hören Sie aufmerksam zu. Keine Rechtfertigungen, kein “Ja, aber…“. Nicken Sie, machen Sie sich Notizen, fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Zusätzlich empfiehlt es sich, das Gehörte in eigenen Worten zu wiederholen, um sicherzustellen, dass man es verstanden hat.
Feedback-Methoden für jeden Anlass
Je nach Situation können verschiedene Feedback-Methoden sinnvoll sein. Hier eine Auswahl der Besten:
Die Blitzumfrage
Wann? Direkt nach der Präsentation
Wie? Bitten Sie das Publikum, mit Handzeichen zu antworten:
- Daumen hoch: Super!
- Daumen zur Seite: Naja!
- Daumen runter: Verbesserungswürdig!
Vorteil: Schnell, einfach, gibt Ihnen einen ersten Eindruck
Das 3-2-1-Feedback
Wann? Kurz nach der Präsentation
Wie? Bitten Sie die Teilnehmer, aufzuschreiben:
- 3 Dinge, die sie gelernt haben
- 2 Aspekte, die ihnen besonders gut gefallen haben
- 1 Verbesserungsvorschlag
Vorteil: Strukturiert, fokussiert auf das Positive, liefert aber auch Verbesserungspotenzial
Die Feedback-Sanduhr
Wann? In einem persönlichen Gespräch nach der Präsentation
Wie?
- Anfangen mit Positivem
- Übergehen zu Verbesserungsvorschlägen
- Enden mit einer positiven Gesamteinschätzung
Vorteil: Ausgewogen, detailliert, motivierend
Die Video-Analyse
Wann? Einige Tage nach der Präsentation
Wie? Nehmen Sie sich während der Präsentation auf und analysieren Sie das Video ein paar Tage später mit einem Kollegen oder Coach
Vorteil: Objektivste Methode, Sie sehen sich mit den Augen des Publikums
Vom Feedback zur Verbesserung: So geht’s
Gratulation! Sie haben jetzt jede Menge Feedback gesammelt. Aber was machen Sie jetzt damit? Keine Sorge, ich verrate es Ihnen:
1. Sortieren und priorisieren
Nicht jedes Feedback ist gleich wichtig. Sortieren Sie:
- Was wurde häufig genannt?
- Was deckt sich mit Ihrer Selbsteinschätzung?
- Was überrascht Sie?
2. Muster erkennen
Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten im Feedback. Vielleicht hören Sie immer wieder:
- “Der Anfang war super, aber dann wurde es langatmig.”
- “Die Folien waren überladen.”
- “Ihre Begeisterung war ansteckend!“
3. Actionable Items definieren
Leiten Sie konkrete Verbesserungsmaßnahmen ab. Zum Beispiel:
- Präsentation kürzen und auf den Punkt bringen
- Folien entrümpeln, mehr Visualisierungen nutzen
- Begeisterung beibehalten, aber Tempo anpassen
4. Experimentieren und iterieren
Setzen Sie die wesentlichen Verbesserungen in Ihrer nächsten Präsentation um. Und dann? Richtig, wieder Feedback einholen! Es ist ein kontinuierlicher Prozess.
Die Psychologie des Feedbacks: Warum es manchmal wehtut
Ganz im Vertrauen: Feedback kann verdammt unangenehm sein. Besonders wenn’s nicht so rosig ausfällt. Aber keine Panik, das ist völlig normal! Hier ein paar Tipps, wie Sie damit umgehen:
1. Atmen Sie tief durch
Erste negative Reaktion? Völlig okay. Geben Sie sich einen Moment, um die Emotionen zu verarbeiten.
2. Trennen Sie Person und Leistung
Kritik an Ihrer Präsentation ist keine Kritik an Ihnen als Person. Auch wenn’s sich manchmal so anfühlt.
3. Suchen Sie die Chance
In jedem Stück Kritik steckt eine Möglichkeit, besser zu werden. Konzentrieren Sie sich darauf!
4. Bedanken Sie sich
Ja, auch (besonders!) für kritisches Feedback. Die Person hat sich die Mühe gemacht, Ihnen zu helfen. Das verdient noch mehr Anerkennung als oberflächliches Lob.
5. Reflektieren Sie
Fragen Sie sich: “Was kann ich daraus lernen?” Statt: “Warum passiert mir das?”
Die häufigsten Feedback-Fallen (und wie Sie sie umgehen)
Achtung, Stolpergefahr! Hier die Top-Feedback-Fettnäpfchen und wie Sie ihnen elegant entgehen.
Die Rechtfertigungsfalle
Symptom: “Ja, aber…”
Lösung: Zuhören, nicken, Notizen machen. Erklärungen können später kommen.
Die Verallgemeinerungsfalle
Symptom: “Das machst du immer falsch!”
Lösung: Nach konkreten Beispielen fragen. “Können Sie mir eine Situation nennen, wo das aufgefallen ist?”
Die Personalisierungsfalle
Symptom: “Du bist einfach kein guter Redner.”
Lösung: Auf spezifische Verhaltensweisen fokussieren. “Welche Aspekte meines Vortrags könnten verbessert werden?”
Die Sandwich-Falle
Symptom: Kritik zwischen zwei Schichten Lob verstecken
Lösung: Ehrlich und direkt sein, aber immer respektvoll und konstruktiv
Die Ignorier-Falle
Symptom: Feedback einholen und dann… nichts damit machen
Lösung: Einen konkreten Aktionsplan erstellen und beim nächsten Mal zeigen, was Sie verändert haben
Von Gut zu Brillant: Mikro-Optimierungen durch Feedback
Sie denken, Ihre Präsentationen sind schon ziemlich gut? Super! Aber glauben Sie mir, mit gezieltem Feedback können Sie noch besser werden. Hier ein paar Bereiche, wo selbst Profis oft noch Luft nach oben haben:
- Storytelling: Wie fesselnd war Ihr roter Faden?
- Körpersprache: Unterstützen Ihre Gesten die Botschaft?
- Stimmmodulation: Variieren Sie Tonhöhe und Tempo?
- Foliendesign: Unterstützen das Bildmaterial Ihrer Botschaft optimal?
- Interaktion: Wie gut binden Sie das Publikum ein?
Fragen Sie gezielt nach Feedback zu diesen Aspekten und Sie werden staunen, welche Fortschritte Sie noch machen können!
Ihr Feedback-Toolkit: Must-have Tools für Präsentations-Profis
Ein Handwerker braucht sein Werkzeug – und Präsentations-Profis ihre Feedback-Tools. Hier meine Top-Empfehlungen:
- SurveyMonkey oder Google Forms Für anonyme Online-Umfragen nach der Präsentation
- Mentimeter Für Live-Feedback während der Präsentation
- Rhetorik-Apps (z.B. Orai) Analysieren Ihre Sprechweise und geben Tipps
- Präsentations-Aufnahme-Tools (z.B. Loom) Nehmen Sie sich selbst auf und analysieren Sie Ihre Performance
- Feedback-Journale Halten Sie Ihr Feedback strukturiert fest und verfolgen Sie Ihre Fortschritte
Wichtig! Fokussiert und schrittweise verbessern
Bei der Umsetzung von Feedback ist es wichtig, strategisch vorzugehen und sich nicht zu überfordern. Statt zu versuchen, alle Verbesserungsvorschläge auf einmal umzusetzen, sollten Sie sich bei jeder Präsentation auf zwei bis drei zentrale Aspekte konzentrieren. Wählen Sie die Punkte aus, die den größten Einfluss auf die Qualität Ihres Vortrags haben. Bei der nächsten Präsentation können Sie sich dann neuen Schwerpunkten widmen – seien es bisher nicht beachtete Hinweise aus früherem Feedback oder neue Entwicklungsfelder. Diese schrittweise Herangehensweise ermöglicht es Ihnen, sich kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern, ohne Ihre bewährten Präsentationselemente komplett umkrempeln zu müssen.
Fazit: Kritik als Chance – Präsentieren 2.0
Mit diesen Erkenntnissen sind Sie nun bestens gerüstet, um Ihre Präsentationen auf das nächste Level zu katapultieren. Denken Sie daran: Feedback ist wie ein Geschenk – manchmal überraschend, aber immer wertvoll. Nutzen Sie es klug und Ihre nächste Präsentation wird der Knaller!
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